2 6 Blum Inspirations Herr Leibmann, wie kann man mit Licht einen Raum gestalten? Ich empfehle, mit of fenen Augen durch die Welt zu gehen und genau hinzuschauen. Wenn ich in einem Raum bin, dessen Ambiente mir gefällt, frage ich mich: Was passier t hier mit dem Licht? Nehme ich Kontraste und verschiedene Raumebenen wahr? Zu Beginn einer Planung mache ich mir daher k lar, welche Stimmung ich er zeugen möchte. Dabei berücksichtige ich auch die jeweilige Sehaufgabe: Wo braucht das Projek t gleichmäßiges Licht, wo ak zentuier tes, wo kann ich darauf ver zichten? Haben Sie als Lichtprofi eine Empfehlung, womit man eine Planung begin - nen sollte? Lichtplanung beginnt bei der Festlegung der Raumober flächen: Reflek tieren sie viel oder wenig, haben sie eine Struk tur oder sind sie eher spiegelnd? Denken Sie dann im nächsten Schr it t nicht an Leuchten im Sinne von Designobjek ten, sondern an Kr iter ien wie et wa weiches, dif fuses Licht oder aber ger ichtetes, akzentuier tes Licht, das die Leuchten abgeben. Wer beispielsweise Br illanz wünscht, braucht k leine Lichtquellen mit Linsen oder Reflek toren. Konkrete Entscheidungen im Vor feld bestimmen die Planung. Wie sieht die ideale Beleuchtung im Homeof fice aus? Das kommt darauf an, wie intensiv es genut zt wird. Für wenige Stunden fühle ich mich im Lichtkegel meiner Schreibtischleuchte vielleicht sehr wohl. Spannend wird es aber, wenn ich dauerhaf t konzentr ier t und ohne Anstrengung arbeiten möchte. Dann brauche ich ein gleichmä-
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